Vier Tage für ein Endspurtwunder

Der Fliesenleger war das ganze Wochenende aktiv, der Gartenbauer hat vorher schon Gas gegeben und auch der Elektriker hat weitergemacht. Was bleibt sind dennoch unzählige Dinge, die bis in vier Tagen noch gemacht sein sollten. Ohne umfangreiche Offene-Punkte-Liste wird es also kaum eine Übergabe geben. Aber abwarten, jeder Tag hat ja 24 Stunden und die Löcher für die Fenstervergrößerung im Technikraum sind immerhin angezeichnet. Ich lasse also Bilder sprechen, schweige voller Hoffnung und lasse mich überraschen.

 

Holz auf dem Boden, Tomaten im Garten und sonstige Freuden

Noch 18 Tage bis zum Übergabetermin. Bevor der Gartenbauer mit den Außenarbeiten beginnt, haben wir schon wilde grüne Tomaten im Garten. Weiter sind wir mit dem Innenausbau. Das Parkett in Unter- und Erdgeschoss liegt, im Obergeschoss zum Teil, die Fliesen breiten sich gleichzeitig aus und auch zwei Schiebetüren sind montiert.

Der Elektriker hat Steckdosen montiert und Steuerungen und dies und das von Außen verkabelt. Der Vermesser hat das Grundstück eingezeichnet – wir müssen dann mal klären, was für ein Kanal bei uns durchgeht, wenn der Kanaldeckel unter unserem Gartenzaun liegen soll. Was außerdem bleibt sind die diversen Kleinigkeiten wie Haustür oder Deckenspots und Großigkeiten wie die Luft- Wärmepumpe, die Pflasterarbeiten usw.. Aber der Umzugswagen ist bestellt und wir haben fest vor, einzuziehen. Die Taktzahl steigt. Wir bleiben dran.

 

 

Erste Fliesen, weißer Putz, viel Schmutz

Die Zeit verstreicht, die Ziellinie rückt näher, aber immerhin, es passiert was.

Das Haus ist weiß verputzt, die grauen Akzente sollen nächste Woche ergänzt werden. Die ersten Fliesen liegen und die Fugenfarben wurden definiert. Die Ablaufrinnen liegen in den Duschen und das ganze Haus zeugt drinnen wie draußen von Arbeit, wenn man aus dem Chaos etwas Positives herauslesen möchte.

Paul hat es jedenfalls erfreut, nach einem ausgehärteten Matschhaufen hat er Fuß und Sandale auf dem nächsten Hügel ordentlich in den weißen Dreck gedrückt. Wie gut, dass irgendwer die Feuchttücher erfunden hat!

Die Trockenzeit wird genutzt – Vorwände gestellt, Kabel gezogen, noch mehr Putz

Der Estrich trocknet weiter, wenngleich die Trocknungs-Beschleuniger durch plötzlich zu schwach gewordenen Baustrom vorerst nicht eingesetzt werden können. Wände und Decken werden zunehmend glatt und einheitlich, auch die Vorwände sind fast alle an ihrem Platz. Die eine vielleicht nicht ganz richtig, das Foto ist kein Scherz… Aber das sollte sich richten lassen. Unsere direkten Nachbarn haben derweil Richtfest gefeiert und zwei weitere Baugruben werden ausgehoben – die Unterhaltung mit Baugeschichten ist also auch nach Einzug gesichert. Die Stadt trägt schon das Ihre dazu bei: Für 110m Straßenbelag (noch nicht der vor unserem Haus, sondern der erste Teil der Straße von der Hauptstraße gesehen, wo die Mietshäuser auf Bezug warten), sind sage und schreibe 8 Wochen Bauzeit angesetzt. Bei der aktuellen Hitze sollte man sich ja auch nicht zu sehr beeilen 🙂 Diesbezüglich hat Paul beim Blick auf den Verputzer durchs Fenster auch schon entrüstet festgestellt: „Der Bauarbeiter hat sein T-Shirt ausgezogen!“ Leider kein Highlight. Aber verständlich.

 

Der Estrich trocknet – Countdown läuft!

Es wird langsam echt. Fußbodenheizung und -aufbau inklusive Estrich sind fertig. Am Freitag wurde der Kamin noch verputzt und die ersten Zimmerdecken verspachtelt. Jetzt heißt es wieder warten – auf dass der Boden schnell trocknet. Ein paar Vorwände fehlen noch, dann geht die Gestaltung los.

Wir diskutieren entsprechend fleißig Wandfarben und Tapeten und je nach Tagesform, wenn wir uns festlegen müssen, könnte es ein bisschen bunt werden. Die Küche ist vermessen, die Terrassenbeschattung in Vorbereitung, Einbauschränke in Planung. Das Ziel ist jetzt auch definiert: Pauls neuer Kindergarten begrüßt uns am 10. September. Mehr als 1-2 Wochen Pendeln wollen wir nicht. Daumen drücken!

Ach und die lieben Nachbarn, die werden aktiver. In die Baustelle vor Kopf ist die Familie eingezogen (sie bauen aber noch), die zwei anderen in direkter Nähe kommen gut voran und zwei weitere Baustellen sind eröffnet. Demnächst wird die Stadt den ersten Teil der Straße ausbauen und es kann dann vorübergehend nur über den Feldweg angefahren werden. Wir machen uns dann also ein Bild von der städtischen Bauprojektleitung 🙂