Vier Tage für ein Endspurtwunder

Der Fliesenleger war das ganze Wochenende aktiv, der Gartenbauer hat vorher schon Gas gegeben und auch der Elektriker hat weitergemacht. Was bleibt sind dennoch unzählige Dinge, die bis in vier Tagen noch gemacht sein sollten. Ohne umfangreiche Offene-Punkte-Liste wird es also kaum eine Übergabe geben. Aber abwarten, jeder Tag hat ja 24 Stunden und die Löcher für die Fenstervergrößerung im Technikraum sind immerhin angezeichnet. Ich lasse also Bilder sprechen, schweige voller Hoffnung und lasse mich überraschen.

 

Es geht an die Details

Samstag Nachmittag wurde gearbeitet. Der Fliesenleger richtet das Erdgeschoss, damit diese Woche die Luft-Wärme-Pumpe einziehen kann. Das Abluft-Loch durch die Wand im Gästebad fehlt zwar noch, aber die Fliese mit entsprechendem Ausschnitt klebt bereits. „Der Reihe nach“ ist eben eine Frage der Verfügbarkeit.

Die Haustür ist eingebaut, dank Schutzfolie wirkt sie jedoch noch recht geheimnisvoll. In voller Pracht zeigt sich unterdessen die Holztreppe, Stück für Stück im Holz des Fußbodens eingearbeitet. Schön sieht sie aus, die Stabilität wird sich beim Härtetest Baustelle in den kommenden zehn Tagen bis zur Übergabe sicher zeigen.

Auch der Elektriker ist zurück, Schalter werden aufgesetzt, Deckenspots werden eingebaut und die bislang sichtbaren Verteilerkreise verstecken sich nun hinter weißen Türchen.

Und die Treppenbrüstung im OG ziert eine hellgraue Platte. Erdbraun hingegen blüht der Garten, mit Minibagger wurde abgetragen was abgetragen werden muss, auf dass es diese Woche in die konstruktive Phase übergeht. Und ich am kommenden Wochenende von einem quasi bezugsfertigen Heim berichten kann!

 

Holz auf dem Boden, Tomaten im Garten und sonstige Freuden

Noch 18 Tage bis zum Übergabetermin. Bevor der Gartenbauer mit den Außenarbeiten beginnt, haben wir schon wilde grüne Tomaten im Garten. Weiter sind wir mit dem Innenausbau. Das Parkett in Unter- und Erdgeschoss liegt, im Obergeschoss zum Teil, die Fliesen breiten sich gleichzeitig aus und auch zwei Schiebetüren sind montiert.

Der Elektriker hat Steckdosen montiert und Steuerungen und dies und das von Außen verkabelt. Der Vermesser hat das Grundstück eingezeichnet – wir müssen dann mal klären, was für ein Kanal bei uns durchgeht, wenn der Kanaldeckel unter unserem Gartenzaun liegen soll. Was außerdem bleibt sind die diversen Kleinigkeiten wie Haustür oder Deckenspots und Großigkeiten wie die Luft- Wärmepumpe, die Pflasterarbeiten usw.. Aber der Umzugswagen ist bestellt und wir haben fest vor, einzuziehen. Die Taktzahl steigt. Wir bleiben dran.

 

 

Außenfarbe dran, Gerüst ab, ein kleiner Schritt vor den anderen

Wenn man das ganze Drumherum und die sichtbaren Baustellenspuren außer Acht lässt, sieht das Haus jetzt fast fertig aus. Und die Farbe passt zu den Fenstern, das ist ja viel wert. Der Fliesenleger hat sich unterdessen leider die Fingerkuppe gekappt, daher ist hier der Fortschritt überschaubar. Dafür ist ein Garagentor eingebaut. Wo der Stromanschluss wohl anders liegt als gedacht. Zum Glück ist das in der Garage ja kein Problem. Der Holzboden liegt für die nächste Woche bereit, und dann lassen wir uns mal überraschen, wie der Endspurt aussieht. Vier Wochen bis zur geplanten Übergabe, der Countdown läuft!

Die Schuhe gehören übrigens einem Bauarbeiter. Mal schauen, ob die jetzt als Müll gelten oder wieder abgeholt werden…

 

 

Erste Fliesen, weißer Putz, viel Schmutz

Die Zeit verstreicht, die Ziellinie rückt näher, aber immerhin, es passiert was.

Das Haus ist weiß verputzt, die grauen Akzente sollen nächste Woche ergänzt werden. Die ersten Fliesen liegen und die Fugenfarben wurden definiert. Die Ablaufrinnen liegen in den Duschen und das ganze Haus zeugt drinnen wie draußen von Arbeit, wenn man aus dem Chaos etwas Positives herauslesen möchte.

Paul hat es jedenfalls erfreut, nach einem ausgehärteten Matschhaufen hat er Fuß und Sandale auf dem nächsten Hügel ordentlich in den weißen Dreck gedrückt. Wie gut, dass irgendwer die Feuchttücher erfunden hat!

Weiße Wolken, blaue Schatten

Euphorisiert vom Baumschulenbesuch am Freitag (vier Bäume, wir trauen uns was!), stolperten wir auf der Baustelle erst einmal über grünen Wildwuchs der dann noch irgendwann gezähmt werden sollte. Geplanter Umzug Ende September, so langsam gilt es also auf die Tube zu drücken.  Der Maler hat das bereits getan, neben vielen weißen Wänden gestellt sich die ein oder andere blaue dazu, von ganz hell bis ziemlich dunkel. Die Fliesen warten derweil auf der Terrasse, dass der Ersatz-Fliesenleger seine Arbeit startet. Immerhin sind die Außenjalousien nun alle montiert, sodass theoretisch der Außenputz finalisiert werden könnte. Wenn denn die Temperaturen das zulassen. Und dann lassen wir uns mal überraschen, wie und von wem die ganzen heruntergefallenen Putzklumpen dann wieder weggeputzt werden. Oder was wir in ein paar Jahren so im Garten finden 🙂

 

Innen weiß mit Folie, außen Gerüst – gefühlt geht es weiter

Nach dem Urlaub gewagt noch einen Blick auf die Baustelle zu werfen. Und siehe da – das Gerüst für den Außenputz ist angekommen. Und der kroatische Maler hat erst Samstag um 17 Uhr die Arbeitskleidung gegens Fußballtrikot eingetauscht. Verewigung des Halbfinalergebnisses seiner Mannschaft an unserer Gäste-WC-Wand inklusive. Auf dass es ewig hinter den Fliesen lachen möge.
Trotz der Finalniederlage, die gute Stimmung scheint ja zu überwiegen. Und wir lachen ja auch schon „trotzdem“ seit der Vorrunde. Paul findet es ohnehin spannender, in der Garage selbst den Ball zu treten.
Das Haus, nebenbei bemerkt, erhält mit weißem Malervlies an den Wänden die nächste Stufe neues Wohngefühl. Und die Farbplanung liegt auch vor Ort bereit, das lässt auf ein baldiges, weiteres AHA-Erlebnis hoffen. Drinnen wie draußen. Draußen warten wir jetzt, dass das Gerüst benutzt wird. Und damit auf die nächste Stufe Hauserleben.