Finale Verspätet – 2 Jahre danach

Wir sind eingezogen, haben noch eine ganze Weile Handwerker beschäftigt, Paul hat eines der Kinderzimmer an seine kleine Schwester übergeben und inzwischen keine Erinnerung mehr an seinen Fahrradsturz, der uns am ersten Abend im neuen Zuhause ganz schön erschreckt hat. Ein Ereignis hat das nächste überholt, sodass ich heute auf diese Webseite schaue und mir gar nicht mehr vorstellen kann, dass das alles hinter uns liegt. Unsere Nachbarschaft wächst weiter und gerade befindet sich auch die Straße im Ausbau. Ein Ende des Staubs ist in Sicht! Bis zur nächsten Baustelle zumindest…

Aber genug der Worte. Die Bilder zeigen: Hier ist ein echtes Zuhause entstanden.

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Vier Tage für ein Endspurtwunder

Der Fliesenleger war das ganze Wochenende aktiv, der Gartenbauer hat vorher schon Gas gegeben und auch der Elektriker hat weitergemacht. Was bleibt sind dennoch unzählige Dinge, die bis in vier Tagen noch gemacht sein sollten. Ohne umfangreiche Offene-Punkte-Liste wird es also kaum eine Übergabe geben. Aber abwarten, jeder Tag hat ja 24 Stunden und die Löcher für die Fenstervergrößerung im Technikraum sind immerhin angezeichnet. Ich lasse also Bilder sprechen, schweige voller Hoffnung und lasse mich überraschen.

 

Es geht an die Details

Samstag Nachmittag wurde gearbeitet. Der Fliesenleger richtet das Erdgeschoss, damit diese Woche die Luft-Wärme-Pumpe einziehen kann. Das Abluft-Loch durch die Wand im Gästebad fehlt zwar noch, aber die Fliese mit entsprechendem Ausschnitt klebt bereits. „Der Reihe nach“ ist eben eine Frage der Verfügbarkeit.

Die Haustür ist eingebaut, dank Schutzfolie wirkt sie jedoch noch recht geheimnisvoll. In voller Pracht zeigt sich unterdessen die Holztreppe, Stück für Stück im Holz des Fußbodens eingearbeitet. Schön sieht sie aus, die Stabilität wird sich beim Härtetest Baustelle in den kommenden zehn Tagen bis zur Übergabe sicher zeigen.

Auch der Elektriker ist zurück, Schalter werden aufgesetzt, Deckenspots werden eingebaut und die bislang sichtbaren Verteilerkreise verstecken sich nun hinter weißen Türchen.

Und die Treppenbrüstung im OG ziert eine hellgraue Platte. Erdbraun hingegen blüht der Garten, mit Minibagger wurde abgetragen was abgetragen werden muss, auf dass es diese Woche in die konstruktive Phase übergeht. Und ich am kommenden Wochenende von einem quasi bezugsfertigen Heim berichten kann!

 

Holz auf dem Boden, Tomaten im Garten und sonstige Freuden

Noch 18 Tage bis zum Übergabetermin. Bevor der Gartenbauer mit den Außenarbeiten beginnt, haben wir schon wilde grüne Tomaten im Garten. Weiter sind wir mit dem Innenausbau. Das Parkett in Unter- und Erdgeschoss liegt, im Obergeschoss zum Teil, die Fliesen breiten sich gleichzeitig aus und auch zwei Schiebetüren sind montiert.

Der Elektriker hat Steckdosen montiert und Steuerungen und dies und das von Außen verkabelt. Der Vermesser hat das Grundstück eingezeichnet – wir müssen dann mal klären, was für ein Kanal bei uns durchgeht, wenn der Kanaldeckel unter unserem Gartenzaun liegen soll. Was außerdem bleibt sind die diversen Kleinigkeiten wie Haustür oder Deckenspots und Großigkeiten wie die Luft- Wärmepumpe, die Pflasterarbeiten usw.. Aber der Umzugswagen ist bestellt und wir haben fest vor, einzuziehen. Die Taktzahl steigt. Wir bleiben dran.

 

 

Außenfarbe dran, Gerüst ab, ein kleiner Schritt vor den anderen

Wenn man das ganze Drumherum und die sichtbaren Baustellenspuren außer Acht lässt, sieht das Haus jetzt fast fertig aus. Und die Farbe passt zu den Fenstern, das ist ja viel wert. Der Fliesenleger hat sich unterdessen leider die Fingerkuppe gekappt, daher ist hier der Fortschritt überschaubar. Dafür ist ein Garagentor eingebaut. Wo der Stromanschluss wohl anders liegt als gedacht. Zum Glück ist das in der Garage ja kein Problem. Der Holzboden liegt für die nächste Woche bereit, und dann lassen wir uns mal überraschen, wie der Endspurt aussieht. Vier Wochen bis zur geplanten Übergabe, der Countdown läuft!

Die Schuhe gehören übrigens einem Bauarbeiter. Mal schauen, ob die jetzt als Müll gelten oder wieder abgeholt werden…

 

 

Erste Fliesen, weißer Putz, viel Schmutz

Die Zeit verstreicht, die Ziellinie rückt näher, aber immerhin, es passiert was.

Das Haus ist weiß verputzt, die grauen Akzente sollen nächste Woche ergänzt werden. Die ersten Fliesen liegen und die Fugenfarben wurden definiert. Die Ablaufrinnen liegen in den Duschen und das ganze Haus zeugt drinnen wie draußen von Arbeit, wenn man aus dem Chaos etwas Positives herauslesen möchte.

Paul hat es jedenfalls erfreut, nach einem ausgehärteten Matschhaufen hat er Fuß und Sandale auf dem nächsten Hügel ordentlich in den weißen Dreck gedrückt. Wie gut, dass irgendwer die Feuchttücher erfunden hat!

Weiße Wolken, blaue Schatten

Euphorisiert vom Baumschulenbesuch am Freitag (vier Bäume, wir trauen uns was!), stolperten wir auf der Baustelle erst einmal über grünen Wildwuchs der dann noch irgendwann gezähmt werden sollte. Geplanter Umzug Ende September, so langsam gilt es also auf die Tube zu drücken.  Der Maler hat das bereits getan, neben vielen weißen Wänden gestellt sich die ein oder andere blaue dazu, von ganz hell bis ziemlich dunkel. Die Fliesen warten derweil auf der Terrasse, dass der Ersatz-Fliesenleger seine Arbeit startet. Immerhin sind die Außenjalousien nun alle montiert, sodass theoretisch der Außenputz finalisiert werden könnte. Wenn denn die Temperaturen das zulassen. Und dann lassen wir uns mal überraschen, wie und von wem die ganzen heruntergefallenen Putzklumpen dann wieder weggeputzt werden. Oder was wir in ein paar Jahren so im Garten finden 🙂

 

Innen weiß mit Folie, außen Gerüst – gefühlt geht es weiter

Nach dem Urlaub gewagt noch einen Blick auf die Baustelle zu werfen. Und siehe da – das Gerüst für den Außenputz ist angekommen. Und der kroatische Maler hat erst Samstag um 17 Uhr die Arbeitskleidung gegens Fußballtrikot eingetauscht. Verewigung des Halbfinalergebnisses seiner Mannschaft an unserer Gäste-WC-Wand inklusive. Auf dass es ewig hinter den Fliesen lachen möge.
Trotz der Finalniederlage, die gute Stimmung scheint ja zu überwiegen. Und wir lachen ja auch schon „trotzdem“ seit der Vorrunde. Paul findet es ohnehin spannender, in der Garage selbst den Ball zu treten.
Das Haus, nebenbei bemerkt, erhält mit weißem Malervlies an den Wänden die nächste Stufe neues Wohngefühl. Und die Farbplanung liegt auch vor Ort bereit, das lässt auf ein baldiges, weiteres AHA-Erlebnis hoffen. Drinnen wie draußen. Draußen warten wir jetzt, dass das Gerüst benutzt wird. Und damit auf die nächste Stufe Hauserleben.

 

Die Trockenzeit wird genutzt – Vorwände gestellt, Kabel gezogen, noch mehr Putz

Der Estrich trocknet weiter, wenngleich die Trocknungs-Beschleuniger durch plötzlich zu schwach gewordenen Baustrom vorerst nicht eingesetzt werden können. Wände und Decken werden zunehmend glatt und einheitlich, auch die Vorwände sind fast alle an ihrem Platz. Die eine vielleicht nicht ganz richtig, das Foto ist kein Scherz… Aber das sollte sich richten lassen. Unsere direkten Nachbarn haben derweil Richtfest gefeiert und zwei weitere Baugruben werden ausgehoben – die Unterhaltung mit Baugeschichten ist also auch nach Einzug gesichert. Die Stadt trägt schon das Ihre dazu bei: Für 110m Straßenbelag (noch nicht der vor unserem Haus, sondern der erste Teil der Straße von der Hauptstraße gesehen, wo die Mietshäuser auf Bezug warten), sind sage und schreibe 8 Wochen Bauzeit angesetzt. Bei der aktuellen Hitze sollte man sich ja auch nicht zu sehr beeilen 🙂 Diesbezüglich hat Paul beim Blick auf den Verputzer durchs Fenster auch schon entrüstet festgestellt: „Der Bauarbeiter hat sein T-Shirt ausgezogen!“ Leider kein Highlight. Aber verständlich.

 

Der Estrich trocknet – Countdown läuft!

Es wird langsam echt. Fußbodenheizung und -aufbau inklusive Estrich sind fertig. Am Freitag wurde der Kamin noch verputzt und die ersten Zimmerdecken verspachtelt. Jetzt heißt es wieder warten – auf dass der Boden schnell trocknet. Ein paar Vorwände fehlen noch, dann geht die Gestaltung los.

Wir diskutieren entsprechend fleißig Wandfarben und Tapeten und je nach Tagesform, wenn wir uns festlegen müssen, könnte es ein bisschen bunt werden. Die Küche ist vermessen, die Terrassenbeschattung in Vorbereitung, Einbauschränke in Planung. Das Ziel ist jetzt auch definiert: Pauls neuer Kindergarten begrüßt uns am 10. September. Mehr als 1-2 Wochen Pendeln wollen wir nicht. Daumen drücken!

Ach und die lieben Nachbarn, die werden aktiver. In die Baustelle vor Kopf ist die Familie eingezogen (sie bauen aber noch), die zwei anderen in direkter Nähe kommen gut voran und zwei weitere Baustellen sind eröffnet. Demnächst wird die Stadt den ersten Teil der Straße ausbauen und es kann dann vorübergehend nur über den Feldweg angefahren werden. Wir machen uns dann also ein Bild von der städtischen Bauprojektleitung 🙂